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Bauleitplanung der Gemeinde Dornburg, Ortsteil Frickhofen

Amtliche Bekanntmachung der Gemeinde Dornburg

Bauleitplanung der Gemeinde Dornburg, Ortsteil Frickhofen

Bebauungsplan „Solarpark an der Oberwesterwaldbahn“

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

Die Gemeinde Dornburg betreibt die Aufstellung des Bebauungsplanes „Solarpark an der Oberwesterwaldbahn“. Die Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs ist der nachfolgenden Übersichtskarte zu entnehmen.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines Solarparks geschaffen werden. Zur Ausweisung gelangt im Wesentlichen ein sonstiges Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage gemäß § 11 Abs. 2 BauNVO sowie die Festsetzung von Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft.

Die Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgt im zweistufigen Regelverfahren. Eine Umweltprüfung gem. § 2 Abs. 4 BauGB wird durchgeführt. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes sowie der Erstellung des Umweltberichtes wurden die in der Praxis bewährten Prüfverfahren eingesetzt. Diese ermöglichen eine weitgehend abschließende Bewertung.

Der Entwurf des Bebauungsplanes einschließlich zugehöriger Begründung und des nach Maßgabe der Anlage 1 zum Baugesetzbuch und den Umweltschutzgütern im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB gegliederten Umweltberichtes sowie die vorliegenden umweltrelevanten Stellungnahmen und Informationen liegen in der Zeit von

Montag, dem 01.04.2019 – einschließlich Freitag, dem 03.05.2019

im Rathaus der Gemeinde Dornburg, Bauamt, Zimmer 21/ 22, Egenolfstraße 26, 65599 Dornburg-Frickhofen, während der üblichen Dienststunden, die wie folgt festgesetzt sind:

Montags – Mittwochs    8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 15.30 Uhr

Donnerstags                 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr

Freitags                        8.30 - 12.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung zur Einsichtnahme öffentlich aus, sofern nicht auf den Tag ein gesetzlicher oder ortsüblicher Feiertag fällt. Während dieser Zeit können Stellungnahmen zu der Planung schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Die Unterlagen können zudem auf der Homepage der Gemeinde Dornburg http://www.gemeinde-dornburg.de unter der Rubrik „BAUEN & WIRTSCHAFT“  eingesehen werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitpläne unberücksichtigt bleiben können.

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

a) Umweltbericht gemäß § 2a BauGB. Die Betrachtung der umweltrelevanten Schutzgüter umfasst dabei:

  • Boden und Wasser: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung, Feststellung, dass amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete, Trinkwasserschutzgebiete, oberirdische Gewässer und Quellbereiche nicht berührt werden, Bewertung der Planung im Hinblick auf den Eingriff in den Boden- und Wasserhaushalt, Formulierung eingriffsminimierender Maßnahmen
  • Klima und Luft: Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für die Kalt- und Frischluftbildung und Lokal- bzw. Kleinklima
  • Biotop- und Nutzungstypen: Bestandsbeschreibung der Biotop- und Nutzungstypen, naturschutzrechtliche Bestands- und Eingriffsbewertung
  • Artenschutzrechtliche Belange: Beschreibung der gesetzlichen Bestimmungen zum Artenschutz und Beurteilung der Betroffenheit artenschutzrechtlicher Belange (Tiergruppen Vögel, Fledermäuse, Haselmaus und Reptilien) nach Maßgabe des artenschutzrechtlichen Fachbeitrages, Formulierung von Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintretens von Tatbeständen nach § 44 BNatSchG
  • Biologische Vielfalt: Bestimmung der Begrifflichkeit und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die biologische Vielfalt
  • Landschaftsbild: Beschreibung des Untersuchungsgebietes und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf das Landschaftsbild, Benennung von Eingrünungsmaßnahmen zur Eingriffsminimierung
  • Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäische Vogelschutzgebiete und sonstige Schutzgebiete: Benennung der nächstgelegenen Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete), Durchführung einer Natura-2000-Prüfung und Bewertung hinsichtlich möglicher Auswirkungen, Hinweis auf im Plangebiet vorhandene gesetzlich geschützte Biotope und deren Erhaltung
  • Mensch, Gesundheit und Bevölkerung: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf Siedlungsbereiche und der Naherholungsfunktion
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Feststellung einer fehlenden Betroffenheit von Kultur und sonstigen Sachgütern, Hinweis darauf, dass während der Erdarbeiten auf mögliche Bodendenkmäler zu achten ist
  • Gebiete zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität: Feststellung fehlender Beeinträchtigungen der bestehenden und zu erhaltenden bestmöglichen Luftqualität im Zuge der Planung.
     
    Hinzu kommen im Umweltbericht Angaben zu Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten sowie zur Überwachung der Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bauleitplans auftreten können (Monitoring).
     
    b) Umweltrelevante Stellungnahmen
  • Arbeitsgemeinschaft anerkannter Naturschutzverbände im Landkreis Limburg-Weilburg (17.01.2019): Anregung von Solaranlagen auf Dächern, insbesondere in Neubaugebieten, Hinweis auf die teilweise Nutzung von artenreichem Grünland mit hohem Anteil an Kräutern und deren Seltenheit, Ausführungen zur eventuellen Beweidung der Solarparkflächen, Anregung zur vertiefenden Betrachtung der Vegetation unter den Modulen im Umweltbericht, Hinweis auf die verschiedenen Grabensysteme und Nassbereiche im Plangebiet.
  • Hessen Forst (12.12.2018): Anregung, dass die Baugrenze aufgrund der Nähe zum bestehenden Wald einen entsprechend großen Waldabstand (30 m oder doppelte Baumlänge) einhalten sollte.
  • Hessen Mobil Dillenburg (10.01.2019): Anregung, dass die Ausführungen zur verkehrlichen Erschließung in den Planunterlagen konkretisiert werden.
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (11.01.2019): Hinweis, dass bei Erdarbeiten jederzeit Bodendenkmäler entdeckt werden können und dies unverzüglich dem Landesamt zu melden ist. Die Fundstellen sind im unveränderten Zustand zu erhalten.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Fachdienst Wasser-, Boden- und Immissionsschutz (20.02.2019): keine Bedenken aus Sicht der vertretenden wasserrechtlichen Belange, Hinweis auf geltende Verordnungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Fachdienst Bauen und Naturschutz (16.01.2019): Bedenken in Bezug auf die Südost- bzw. Ostexponiertheit der Flächen, Ausführungen über das sehr hochwertige Gebiet mit extensiven Grünland, heimischen Hecken und Gebüschen, Baumreihen, wasserführenden Gräben, Streuobstplantagen und der damit verbundenen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten sowie der Funktion als Erholungsraum für Menschen, Hinweis auf Vorkommen von Fledermausarten, Schlingnattern, Zauneidechsen und der Haselmaus sowie auf geschützte Pflanzen und Biotope, eine Überstellung der Flächen mit Solarmodulen würde die Biotopvernetzungsfunktion erheblich beeinträchtigen, Äußerung in Bezug auf das Landschaftsbild und die gemäß Landschaftsplan der Gemeinde Dornburg zu erhaltenden Strukturen in diesem Bereich, Bedenken in Bezug auf zu erwartende Beeinträchtigungen auf das Landschaftsbild durch die Errichtung eines Solarparks, Ausführungen in Bezug auf die Standortanalyse, Forderung der Schaffung von mind. zwei Wildkorridoren und Benennung von Anforderungen zur Gestaltung (Anpflanzungen, Totholz, u.ä.) und Überprüfung der Maßnahmen im Rahmen eines Monitorings, Anregung einer umlaufenden Maßnahmenfläche mit dem Entwicklungsziel Baumhecke zur besseren Einbindung des Solarparks in die Landschaft, Anregung zur Eingrünung mit großkronigen Bäumen entlang der südöstlichen bzw. östlichen Grenze des Solarparks, Hinweis auf gesetzlich geschützte Biotope und der Notwendigkeit der Beantragung einer Ausnahme oder Befreiung im Falle einer Zerstörung, Empfehlung zur Versickerung des auf den Solarmodulen anfallenden Niederschlagswassers, Hinweis auf geltendes Recht in Bezug auf Rodungs- und Abrissarbeiten, Einhaltung eines Mindestbodenabstandes von 0,15 m bei Einfriedungen sowie eines Verbots von Leuchtwerbung, Forderung zur Konkretisierung der Ausführungen zum Artenschutz sowie der Eingriffs- und Ausgleichsplanung im Umweltbericht, Forderung der Überprüfung der Genehmigungssituation des vorhandenen Gebäudebestandes im Plangebiet.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Landentwicklung und Denkmalschutz (23.01.2019): Hinweis darauf, dass landwirtschaftliche Flächen für die Errichtung des Solarparks in Anspruch genommen werden, dass landwirtschaftliche Betriebe auf eine gute Flächenausstattung angewiesen sind, um wirtschaftlich arbeiten zu können und dass es sich um Flächen handelt, die als alte Obstbaumplantage bewirtschaftet werden, Bedenken, dass für den Ausgleichsflächenbedarf weitere landwirtschaftliche Flächen herangezogen werden, Empfehlung, die Solaranlagen vorrangig auf Dächern von Gewerbeimmobilien zu errichten.
  • Regierungspräsidium Gießen (17.01.2019): Eine abschließende Bewertung aus regionalplanerischer Sicht ist erst nach erfolgter Zielabweichungsentscheidung möglich, das Plangebiet liegt außerhalb Trinkwasserschutzgebieten, Gewässer, deren Gewässerrandstreifen sowie amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete werden durch das Vorhaben nicht berührt, es liegen keine Informationen über Altflächen (Altablagerungen und Altstandorte) vor, Empfehlungen von Maßnahmen zum Schutz des Bodens, aus abfallbehördlicher Sicht bestehen keine Bedenken, Hinweis auf geltende Merkblätter bei Abriss- und Erdarbeiten, Hinweis auf kritische Immissionsorte bei einer möglichen Baugebietserweiterung, keine Bedenken aus Sicht der Lärmaktionsplanung, Hinweis auf die Lage des Plangebietes in vier erloschenen Bergwerksfeldern, bergbauliche Arbeiten haben jedoch außerhalb des Planungsbereiches stattgefunden, Anregung, dass Kompensationsmaßnahmen nicht auf weiteren landwirtschaftlichen Flächen zu erfolgen haben, Hinweis auf angrenzende Waldbestände und den Gefahrenbereich des Waldes, Baugrenze sollte daher einen großen Abstand zum Waldrand aufweisen, Hinweis, dass im südlichen Bereich Wald im Sinne des Waldgesetzes vorhanden ist bzw. Flächen, die sich sukzessive zu Wald entwickeln können, Hinweis auf die Notwendigkeit einer Waldrodungs- und Umwandlungsgenehmigung bei der Inanspruchnahme von Wald, Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind nicht betroffen, Hinweise zu verfahrensbezogenen Vorschriften, die im Bauleitplanverfahren zu beachten sind, Anregung den Umweltbericht um ein Monitoring-Konzept zu ergänzen.
     
    c) Weitere umweltrelevante Informationen:
     
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag: Der artenschutzrechtliche Fachbeitrag umfasst neben einem einleitenden Kapitel zur Veranlassung und Aufgabenstellung, zu den rechtlichen Grundlagen und der Methodik, die Ermittlung der Wirkfaktoren und Festlegung des Untersuchungsrahmens sowie eine Vorauswahl potentiell betroffener artenschutzrechtlich relevanter Artengruppen, für die eine umfassende Prüfung zu den Verbotstatbeständen und der Vermeidung von Beeinträchtigungen erfolgte. Aus der Analyse sind als artenschutzrechtlich relevante Tiergruppen Vögel, Fledermaus, Haselmaus und Reptilien hervorgegangen, für die Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen formuliert werden, damit das Eintreten von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG vermieden werden.
  • Maßnahmenkonzept zu den arten- und naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen: Das Maßnahmenkonzept umfasst neben der Kurzbeschreibung des Planvorhabens und den Ergebnissen der artenschutzrechtlichen Prüfung, eine ausführliche Beschreibung der geplanten Maßnahmen zu den artenschutz- und naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen, die durch Kartendarstellungen ergänzt sind.
  • Boden und Wasser: Charakterisierung von Bodentypen und Bodeneigenschaften, Bodenfunktionsbewertung, Feststellung, dass amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete, Trinkwasserschutzgebiete, oberirdische Gewässer und Quellbereiche nicht berührt werden, Bewertung der Planung im Hinblick auf den Eingriff in den Boden- und Wasserhaushalt, Formulierung eingriffsminimierender Maßnahmen
  • Klima und Luft: Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für die Kalt- und Frischluftbildung und Lokal- bzw. Kleinklima
  • Biotop- und Nutzungstypen: Bestandsbeschreibung der Biotop- und Nutzungstypen, naturschutzrechtliche Bestands- und Eingriffsbewertung
  • Artenschutzrechtliche Belange: Beschreibung der gesetzlichen Bestimmungen zum Artenschutz und Beurteilung der Betroffenheit artenschutzrechtlicher Belange (Tiergruppen Vögel, Fledermäuse, Haselmaus und Reptilien) nach Maßgabe des artenschutzrechtlichen Fachbeitrages, Formulierung von Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintretens von Tatbeständen nach § 44 BNatSchG
  • Biologische Vielfalt: Bestimmung der Begrifflichkeit und Bewertung der Bedeutung des Plangebietes für die biologische Vielfalt
  • Landschaftsbild: Beschreibung des Untersuchungsgebietes und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf das Landschaftsbild, Benennung von Eingrünungsmaßnahmen zur Eingriffsminimierung
  • Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung, Europäische Vogelschutzgebiete und sonstige Schutzgebiete: Benennung der nächstgelegenen Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete), Durchführung einer Natura-2000-Prüfung und Bewertung hinsichtlich möglicher Auswirkungen, Hinweis auf im Plangebiet vorhandene gesetzlich geschützte Biotope und deren Erhaltung
  • Mensch, Gesundheit und Bevölkerung: Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen der Planung auf Siedlungsbereiche und der Naherholungsfunktion
  • Kultur- und sonstige Sachgüter: Feststellung einer fehlenden Betroffenheit von Kultur und sonstigen Sachgütern, Hinweis darauf, dass während der Erdarbeiten auf mögliche Bodendenkmäler zu achten ist
  • Gebiete zur Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität: Feststellung fehlender Beeinträchtigungen der bestehenden und zu erhaltenden bestmöglichen Luftqualität im Zuge der Planung.
     
    Hinzu kommen im Umweltbericht Angaben zu Maßnahmen zur Vermeidung, Verringerung und zum Ausgleich der nachteiligen Auswirkungen der Planung, zur Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung bzw. Nichtdurchführung der Planung, zu den in Betracht kommenden anderweitigen Planungsmöglichkeiten sowie zur Überwachung der Umweltauswirkungen, die aufgrund des Bauleitplans auftreten können (Monitoring).
     
    b) Umweltrelevante Stellungnahmen
  • Arbeitsgemeinschaft anerkannter Naturschutzverbände im Landkreis Limburg-Weilburg (17.01.2019): Anregung von Solaranlagen auf Dächern, insbesondere in Neubaugebieten, Hinweis auf die teilweise Nutzung von artenreichem Grünland mit hohem Anteil an Kräutern und deren Seltenheit, Ausführungen zur eventuellen Beweidung der Solarparkflächen, Anregung zur vertiefenden Betrachtung der Vegetation unter den Modulen im Umweltbericht, Hinweis auf die verschiedenen Grabensysteme und Nassbereiche im Plangebiet.
  • Hessen Forst (12.12.2018): Anregung, dass die Baugrenze aufgrund der Nähe zum bestehenden Wald einen entsprechend großen Waldabstand (30 m oder doppelte Baumlänge) einhalten sollte.
  • Hessen Mobil Dillenburg (10.01.2019): Anregung, dass die Ausführungen zur verkehrlichen Erschließung in den Planunterlagen konkretisiert werden.
  • Landesamt für Denkmalpflege Hessen (11.01.2019): Hinweis, dass bei Erdarbeiten jederzeit Bodendenkmäler entdeckt werden können und dies unverzüglich dem Landesamt zu melden ist. Die Fundstellen sind im unveränderten Zustand zu erhalten.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Fachdienst Wasser-, Boden- und Immissionsschutz (20.02.2019): keine Bedenken aus Sicht der vertretenden wasserrechtlichen Belange, Hinweis auf geltende Verordnungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Fachdienst Bauen und Naturschutz (16.01.2019): Bedenken in Bezug auf die Südost- bzw. Ostexponiertheit der Flächen, Ausführungen über das sehr hochwertige Gebiet mit extensiven Grünland, heimischen Hecken und Gebüschen, Baumreihen, wasserführenden Gräben, Streuobstplantagen und der damit verbundenen zahlreichen Tier- und Pflanzenarten sowie der Funktion als Erholungsraum für Menschen, Hinweis auf Vorkommen von Fledermausarten, Schlingnattern, Zauneidechsen und der Haselmaus sowie auf geschützte Pflanzen und Biotope, eine Überstellung der Flächen mit Solarmodulen würde die Biotopvernetzungsfunktion erheblich beeinträchtigen, Äußerung in Bezug auf das Landschaftsbild und die gemäß Landschaftsplan der Gemeinde Dornburg zu erhaltenden Strukturen in diesem Bereich, Bedenken in Bezug auf zu erwartende Beeinträchtigungen auf das Landschaftsbild durch die Errichtung eines Solarparks, Ausführungen in Bezug auf die Standortanalyse, Forderung der Schaffung von mind. zwei Wildkorridoren und Benennung von Anforderungen zur Gestaltung (Anpflanzungen, Totholz, u.ä.) und Überprüfung der Maßnahmen im Rahmen eines Monitorings, Anregung einer umlaufenden Maßnahmenfläche mit dem Entwicklungsziel Baumhecke zur besseren Einbindung des Solarparks in die Landschaft, Anregung zur Eingrünung mit großkronigen Bäumen entlang der südöstlichen bzw. östlichen Grenze des Solarparks, Hinweis auf gesetzlich geschützte Biotope und der Notwendigkeit der Beantragung einer Ausnahme oder Befreiung im Falle einer Zerstörung, Empfehlung zur Versickerung des auf den Solarmodulen anfallenden Niederschlagswassers, Hinweis auf geltendes Recht in Bezug auf Rodungs- und Abrissarbeiten, Einhaltung eines Mindestbodenabstandes von 0,15 m bei Einfriedungen sowie eines Verbots von Leuchtwerbung, Forderung zur Konkretisierung der Ausführungen zum Artenschutz sowie der Eingriffs- und Ausgleichsplanung im Umweltbericht, Forderung der Überprüfung der Genehmigungssituation des vorhandenen Gebäudebestandes im Plangebiet.
  • Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Landentwicklung und Denkmalschutz (23.01.2019): Hinweis darauf, dass landwirtschaftliche Flächen für die Errichtung des Solarparks in Anspruch genommen werden, dass landwirtschaftliche Betriebe auf eine gute Flächenausstattung angewiesen sind, um wirtschaftlich arbeiten zu können und dass es sich um Flächen handelt, die als alte Obstbaumplantage bewirtschaftet werden, Bedenken, dass für den Ausgleichsflächenbedarf weitere landwirtschaftliche Flächen herangezogen werden, Empfehlung, die Solaranlagen vorrangig auf Dächern von Gewerbeimmobilien zu errichten.
  • Regierungspräsidium Gießen (17.01.2019): Eine abschließende Bewertung aus regionalplanerischer Sicht ist erst nach erfolgter Zielabweichungsentscheidung möglich, das Plangebiet liegt außerhalb Trinkwasserschutzgebieten, Gewässer, deren Gewässerrandstreifen sowie amtlich festgestellte Überschwemmungsgebiete werden durch das Vorhaben nicht berührt, es liegen keine Informationen über Altflächen (Altablagerungen und Altstandorte) vor, Empfehlungen von Maßnahmen zum Schutz des Bodens, aus abfallbehördlicher Sicht bestehen keine Bedenken, Hinweis auf geltende Merkblätter bei Abriss- und Erdarbeiten, Hinweis auf kritische Immissionsorte bei einer möglichen Baugebietserweiterung, keine Bedenken aus Sicht der Lärmaktionsplanung, Hinweis auf die Lage des Plangebietes in vier erloschenen Bergwerksfeldern, bergbauliche Arbeiten haben jedoch außerhalb des Planungsbereiches stattgefunden, Anregung, dass Kompensationsmaßnahmen nicht auf weiteren landwirtschaftlichen Flächen zu erfolgen haben, Hinweis auf angrenzende Waldbestände und den Gefahrenbereich des Waldes, Baugrenze sollte daher einen großen Abstand zum Waldrand aufweisen, Hinweis, dass im südlichen Bereich Wald im Sinne des Waldgesetzes vorhanden ist bzw. Flächen, die sich sukzessive zu Wald entwickeln können, Hinweis auf die Notwendigkeit einer Waldrodungs- und Umwandlungsgenehmigung bei der Inanspruchnahme von Wald, Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind nicht betroffen, Hinweise zu verfahrensbezogenen Vorschriften, die im Bauleitplanverfahren zu beachten sind, Anregung den Umweltbericht um ein Monitoring-Konzept zu ergänzen.
     
    c) Weitere umweltrelevante Informationen:
     
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag: Der artenschutzrechtliche Fachbeitrag umfasst neben einem einleitenden Kapitel zur Veranlassung und Aufgabenstellung, zu den rechtlichen Grundlagen und der Methodik, die Ermittlung der Wirkfaktoren und Festlegung des Untersuchungsrahmens sowie eine Vorauswahl potentiell betroffener artenschutzrechtlich relevanter Artengruppen, für die eine umfassende Prüfung zu den Verbotstatbeständen und der Vermeidung von Beeinträchtigungen erfolgte. Aus der Analyse sind als artenschutzrechtlich relevante Tiergruppen Vögel, Fledermaus, Haselmaus und Reptilien hervorgegangen, für die Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen formuliert werden, damit das Eintreten von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG vermieden werden.
  • Maßnahmenkonzept zu den arten- und naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen: Das Maßnahmenkonzept umfasst neben der Kurzbeschreibung des Planvorhabens und den Ergebnissen der artenschutzrechtlichen Prüfung, eine ausführliche Beschreibung der geplanten Maßnahmen zu den artenschutz- und naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen, die durch Kartendarstellungen ergänzt sind.

Gemäß § 4b BauGB wurde ein Planungsbüro mit der Durchführung des Verfahrens beauftragt.

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Dornburg

Höfner, Bürgermeister